Altersmobilität – weshalb Forschung & Förderung?
Aufgrund des demografischen Wandels gewinnt das Thema Altersmobilität in medizinisch-wissenschaftlichen Gesellschaften (Osteologie, Geriatrie) zunehmend an Bedeutung. Zudem hat sich das Altersbild in den letzten Jahren gewandelt - Fortschritte in Medizin und Technik eröffnen älteren Menschen heute viel mehr Möglichkeiten als früheren Generationen. Jedoch ist das Bewusstsein für die Relevanz von Sturzreduktion und Gebrechlichkeitsprävention, die wichtige Bedeutung der Altersmobilität noch nicht ausreichend im Bewusstsein von Fachkreisen, Gesundheitspolitik und Öffentlichkeit verankert.
Bislang wurde die ursächliche Bedeutung der Gebrechlichkeit (Frailty-Syndrom) für die Entstehung von Knochenbrüchen bei älteren Menschen unterschätzt. Ebenso wenig wurde die Tatsache berücksichtigt, dass Stürze mehr als 90 Prozent der Knochenbrüche außerhalb der Wirbelsäule verursachen. Neue Erkenntnisse der Altersforschung und Altersmedizin sind zurzeit Grundlagen für eine Neubewertung der Gebrechlichkeit. Sie zeigen, dass eine weiter gehende Forschung auf diesem Gebiet wichtige Erkenntnisse liefert.
Es bedarf also weiterer Forschungs- und Förderungsarbeit, um die Möglichkeiten für Vorsorge und Mobilitätserhaltung voll auszuschöpfen, älteren Menschen zugänglich zu machen und damit Lösungsmöglichkeiten für eines der größten Probleme unserer alternden Gesellschaft anzubieten.
