Warum ist Mobilität im Alter so wichtig?

Mobilität besitzt einen hohen individuellen und gesellschaftlichen Wert. Sie ist ein wichtiger Garant für Freiheit und Selbstbestimmung. Für jedes einzelne Mitglied unserer Gesellschaft bedeutet Mobilität damit Unabhängigkeit, Flexibilität und Individualität bei der Verwirklichung eigener Interessen.

Gesundheitliche Beschwerden, nachlassende Bewegungsfähigkeit, ein geringeres Seh- und Hörvermögen - viele Faktoren schränken die individuelle körperliche Mobilität im Alter ein. Der Verlust der Mobilität ist jedoch eine der bedeutendsten Gefahren des Alterns: Auf körperliche Einschränkungen folgen psycho-soziale Defizite (z.B. führt die Beschränkung der eigenen Aktivitäten aus Angst vor Stürzen und der damit einhergehende Verlust von Sozialkontakten zu Vereinsamung). Dadurch kommt es zu einer enormen Verminderung der Lebensqualität im Alter.

Sich im Alltag selbständig und sicher bewegen zu können ist ein Schlüssel für hohe Lebensqualität im Alter. Auch in fortgeschrittenen Lebensjahren mobil zu bleiben, bedeutet selbstbestimmt und in Würde zu altern.

Die Belastungen jedes Einzelnen und der Solidargemeinschaft durch die Folgen altersbedingter Gebrechlichkeit sind beträchtlich. Die Gebrechlichkeitsphase im Leben eines Menschen ist die „letzte Station“ vor dem Einsetzen der Pflegebedürftigkeit, also der Abhängigkeit von der Hilfe anderer. Diese Phase bietet die vermutlich letzte Möglichkeit, um der Invalidität vorzubeugen. Daher gilt es die Gebrechlichkeit so lange wie eben möglich hinauszuzögern - das bedeutet mit allen verfügbaren Mitteln Altersmobilität zu erhalten, beziehungsweise zurückzugewinnen.




Deutsche Initiative gegen Sturz und Gebrechlichkeit

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