Glossar
Endokrinologie: Teilgebiet der inneren Medizin, beschäftigt sich mit den Hormondrüsen, die ihre Produkte direkt ins Blut abgeben
Epidemiologie: Wissenschaftliche Disziplin, die sich mit den Ursachen und Folgen sowie der Verbreitung von gesundheitsbezogenen Zuständen und Ereignissen in der Bevölkerung beschäftigt. Die Epidemiologie untersucht Faktoren, die zu Gesundheit und Krankheit von Individuen und Populationen beitragen. Sie ist Basis aller Maßnahmen, die im Interesse der Volksgesundheit unternommen werden.
Frailty - Syndrom: Gebrechlichkeit, altersassoziierte Phase verringerter physiologischer Reserve mit der signifikant erhöhten Gefahr gesundheitseinschränkender Ereignisse. Gekennzeichnet ist diese Phase durch eine herabgesetzte Muskelleistung der posturalen Muskulatur und neuromuskuläre Defizite wie Geh- und Gleichgewichtsstörungen. Hinzu kommen Defizite beim Stoffwechsel, des Herz-Kreislauf- und Gefäßsystems sowie Schwächen bei der Wahrnehmung.
Geriatrie: Altersmedizin/Altersheilkunde, Lehre von den Krankheiten und Krankheitsfolgen älter werdender Menschen.
Gerontologie: Altersforschung; interdisziplinäre Wissenschaft, die sich mit allen Aspekten von Alterungsvorgängen auseinandersetzt; umfasst medizinische, psychologische, soziologische und demografische Themenbereiche.
Neuromuskulär: Nerven und Muskeln betreffend.
Osteologie: Lehre von den Knochen bzw. vom Skelettsystem.
Postural: Posturales System; alle Organe des Menschen, die zur Kontrolle der aufrechten Körperhaltung beitragen.
Sarkopenie: Wortbildung aus dem Griechischen ("sarx = Fleisch, "penia" = Mangel), bezeichnet den altersassoziierten Muskelabbau und die damit einhergehenden Einschränkungen der Muskelfunktion. Sarkopenie gilt als einer der Gründe für erhöhte Sturzhäufigkeit und Gebrechlichkeit.
Die vielfältigen Ursachen der Sarkopenie sind noch nicht vollständig geklärt. Die meisten Forscher gehen davon aus, dass bei der Entstehung der Sarkopenie mehrere Faktoren zusammenwirken: Hormone, Immunsystem, Muskelstruktur, Nervensystem und verringerte körperliche Aktivität.
Bewegungsmangel und schlechte bzw. falsche Ernährung begünstigen die Sarkopenie. Die Folgen der Sarkopenie bedeuten in jedem Fall eine Einschränkung der Bewegungsfähigkeit und Selbständigkeit im Alltag.
